UHH Newsletter

Juni 2012, Nr. 39

CAM­PUS

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Weg von den Groß­stadt­lich­tern: 1912 zog die Stern­war­te aufs freie Feld nach Ber­ge­dorf. Blick auf den Go­jen­berg. Foto: Ham­bur­ger Stern­war­te



Kon­takt:

Dr. Det­lef Groo­te
Ham­bur­ger Stern­war­te

t. 040.42838-​8584
e. dgroote@​hs.​uni-​ham­burg.de

Zum NDR-​Bei­trag zum Ju­bi­lä­um der Stern­war­te

Dem Him­mel so nah: 100 Jahre Stern­war­te in Ber­ge­dorf

1912 zog die Ham­bur­ger Stern­war­te auf den Go­jen­berg – weg von den hel­len Lich­tern St. Pau­lis hin aufs freie Feld mit kla­rem Blick auf die Ster­ne. Eine rich­ti­ge Ent­schei­dung, wie die über hun­dert­jäh­ri­ge For­schungs­ge­schich­te der Stern­war­te zeigt. Als Teil der Uni­ver­si­tät dien­te sie As­tro­no­men und As­tro­phy­si­kern zur Er­for­schung und Ka­te­go­ri­sie­rung frem­der Ster­ne und Ga­la­xi­en. Am 9. Juni in­for­mier­ten sich mehr als 1000 Be­su­cher beim Tag der of­fe­nen Tür über his­to­ri­sche Leis­tun­gen der Stern­war­te und neue Er­kennt­nis­se in As­tro­no­mie und As­tro­phy­sik.
15 Ge­bäu­de – davon 8 mit Kup­pel­dä­chern und Te­le­sko­pen – ste­hen heute auf dem 3,3 ha gro­ßen Stern­war­ten-​Ge­län­de am Go­jen­berg. Der idyl­li­sche Park um­fasst „Mu­se­ums­stü­cke“ und Ge­rä­te, die heute noch für For­schung und Lehre in der As­tro­no­mie und As­tro­phy­sik an der Uni­ver­si­tät Ham­burg ge­nutzt wer­den.

Auf der Suche nach neuen Wel­ten

In kur­zen Prä­sen­ta­tio­nen er­klär­ten die Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler beim Tag der of­fe­nen Tür, wel­che For­schungs­fra­gen sie in den Ge­bäu­den der Stern­war­te be­ar­bei­ten. Neben Vor­trä­gen wie „Ex­tra­so­la­re Pla­ne­ten – Un­se­re Suche nach neuen Wel­ten“ oder „Die Ham­bur­ger Stern­war­te — ein Kul­tur­denk­mal von Welt­rang“ nah­men viele Be­su­cher das An­ge­bot war, eine Füh­rung zu den as­tro­no­mi­schen Stät­ten der 100 Jahre alten An­la­ge zu ma­chen.

100 Jahre Blick zu den Ster­nen

Die Ham­bur­ger Stern­war­te, zu­nächst 1803 als Pri­vat­stern­war­te ge­grün­det, wurde 1833 von der Bür­ger­schaft als Staats­in­sti­tut über­nom­men und zog 1912 von St. Pauli in die neu er­rich­te­te Stern­war­te auf dem Go­jen­berg in Ber­ge­dorf. Seit 1968 ge­hört sie mit ihrem For­schungs­be­reich As­tro­no­mie und As­tro­phy­sik zum Fach­be­reich Phy­sik der Fa­kul­tät für Ma­the­ma­tik, In­for­ma­tik und Na­tur­wis­sen­schaf­ten der Uni­ver­si­tät Ham­burg.

In­ter­na­tio­na­le Be­kannt­heit er­lang­te die Stern­war­te durch wis­sen­schaft­li­che Groß­pro­jek­te, wie z.B. die „Ber­ge­dor­fer Spek­tral­durchmus­te­rung“ (1925–1935), die 160.000 Ster­ne klas­si­fi­zier­te, und die Be­tei­li­gung an gro­ßen Stern­ka­ta­lo­gen (AGK2/AGK3) mit den Po­si­tio­nen von 200.000 Ster­nen.

For­schun­gen wie Wal­ter Baa­des Ar­bei­ten über ver­än­der­li­che Ster­ne oder die Ent­wick­lung des Schmidt-​Spie­gels durch den As­tro­nom Bern­hard Schmidt präg­ten ihren Ruf. Die letz­te große Him­mels­durchmus­te­rung auf der Suche nach Qua­sa­ren, den ak­ti­ven Ker­nen von Ga­la­xi­en, die auf Fo­to­plat­ten fest­ge­hal­ten wurde, war der Ham­bur­ger-​Qua­sar-​Sur­vey in den 1980er und 1990er Jah­ren.

PM/Red.
 



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