Sprachbildung in der KitaWie lernen die Kleinsten am besten sprechen?EW-Forschungsprojekt des Monats Juni
30. Juni 2021, von Bente Gießelmann

Foto: UHH/Scholz
Die Kita ist ein zentraler Ort für Kinder, um das Sprechen zu lernen – insbesondere, wenn Deutsch nicht die Muttersprache ist. Das Team des Projekts „Sprachbildungsprofis in mehrsprachigen Kitas“ untersucht, wie Fachkräfte dieses Lernen bestmöglich unterstützen können.
Gemeinsam spielen, singen, Bücher lesen: Kindertagesstätten sind in der kindlichen Entwicklung ein wichtiger Faktor für den Spracherwerb. Vor allem, wenn Kinder mehrsprachig aufwachsen, also auch andere Familiensprachen als Deutsch haben, ist der Austausch wichtig. Die Erzieherinnen und Erzieher müssen versuchen, all diese Sprachen aufzugreifen und zum Lernen zu nutzen.
Neugier als wichtiger Faktor
Im Projekt „Sprachbildungsprofis in mehrsprachigen Kitas“ (SprabiPiKs) untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie Fachkräfte dieses Lernen bestmöglich unterstützen können. Neben den konkreten Interaktionen im Kita-Alltag schauen sie auch auf die strukturellen Bedingungen, die das Gelingen beeinflussen, zum Beispiel die Einbindung der Kita in den Stadtteil.
Dr. Tanja Salem, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich „Interkulturelle und International Vergleichende Erziehungswissenschaft“, stellt das Projekt im Podcast vor und berichtet unter anderem, warum die „Neugier auf die Sprachen der Kinder“ bei den Erzieherinnen und Erziehern ein zentraler Faktor ist. Aus den Forschungserkenntnissen lassen sich für die Praxis verschiedene Hinweise ableiten, etwa, dass es wichtig ist, s auf die Gedanken und Impulse der Kinder einzulassen, diese zum Gesprächsgegenstand zu machen und dabei auch mal vom geplanten Ablauf abzuweichen.
EW-Forschungsprojekt des Monats
Alle Folgen können auf der Webseite der Serie gelesen, angeschaut oder gehört werden. Wer Fragen oder Anregungen zum „Forschungsprojekt des Monats“ hat oder ein bestimmtes Thema vorschlagen möchte, kann mit den Produzentinnen und Produzenten der Reihe Kontakt aufnehmen unter wissenschaftskommunikation.ew"AT"uni-hamburg.de.